#01: Der Anfang

Auf dieser Seite findest Du alle Inhalte zur ersten Einheit von „EXODUS – Wage den Aufbruch“. So kannst Du für Dich oder gemeinsam mit anderen den Text entdecken und ins Gespräch kommen. Am Ende der Seite findest Du das Sheet als Download.

Auftakt und Video
Nach einem gemeinsamen Start schaut euch das Video an. Danach könnt ihr gemeinsam über die Fragen unter dem Video ins Gespräch kommen.

Austausch:
01 Wie gehe ich mit Vergangenem um? Bin ich ein „Vergangenheitsverklärer“ oder eher realistisch?
02 Wie schwer fällt es mir, mich auf Neues einzulassen?
03 Wie sehr nehme ich Dinge für selbstverständlich und kann mit Veränderungen nur schwer umgehen?

Bibeltext:
Lest gemeinsam 2. Mose 1,1-22 und tauscht euch über den Text aus. Die folgenden Fragen können euch dabei helfen.
01 Warum hat der Pharao solch eine Angst vor dem Volk? Wie sehr kannst Du sein Vorgehen verstehen? Was sagt das über das Volk aus?
02 Welche Rolle kommt den beiden Hebammen zu. Was könnte das bedeuten? Sie belügen den Pharao und werden damit zu Handlangern Gottes. Wie findest Du das?

Video
Schaut euch jetzt das zweite Video an und kommt anschließend über die Fragen („Tiefer gehen“) ins Gespräch.

Tiefer gehen
01 An welchen Stellen hast Du die Treue Gottes erlebt? War das immer „easy-peasy“ oder auch mal undurchsichtig, nicht sofort zu erkennen?
02 Das Volk erlebt Widerstand, Hass, Ausgrenzung und Unterdrückung allein für ihr Dasein. Wo beobachtest Du das in Deinem Umfeld? Wo wurdest Du schon mal ausgegrenzt? Wo hast Du andere ausgegrenzt?
03 Wo hast Du Segen durch Menschen erlebt, die fremd waren / nicht an Gott geglaubt haben?

Das merk ich mir!
Macht eine kurze Abschlussrunde und erzählt euch, was ihr euch aus dieser Einheit merken oder mit in den Alltag nehmen wollt!

Zeit zum Gebet
Nehmt euch Zeit, betet gemeinsam

Ergänzendes Wissen
Folgende Erklärungen einiger Begrifflichkeiten aus dem Text sind ergänzend für den Teil „Tiefer gehen“.

Die Vorgeschichte
Wenn Du mehr über die Vorgeschichte von Josef und seinen Brüdern erfahren willst, schau doch mal in unsere Reihe #WAYMAKER rein – dort findest Du viele gute Impulse dazu.

Israel in Ägypten
Das Volk ist mittlerweile schon über 400 Jahre in Ägypten ansässig. Diese lange Zeit kündigt Gott bereits Abraham in 1. Mose 15,13 an. In 2. Mose 12,40f. ist von 430 Jahren die Rede. Das zeigt nicht nur etwas von den Dimensionen, in denen die Geschichten im Alten Testament spielen, sondern macht klar, warum a) das Volk so gewachsen ist und b) warum dem Pharao angst und bange ist.

Die beiden Hebammen Pua und Schifra
Pua und Shifra waren entweder so etwas wie die Sprecherinnen der Hebammen oder um jene, die die zu entrichtenden Steuern der Hebammen für den Pharao eintrieben. Es ist grammatikalisch nicht klar, ob die Beiden Ägypterinnen oder Israelitinnen waren. Es gibt für beide Sichtweisen Argumente:

  • Die Hebammen waren Ägypterinnen:
    Im Alten Testament wird sonst nirgends von Hebammen gesprochen. Hinzu kommt, dass der Befehl des Pharao gegenüber Israelitinnen erwartbar ins Leere laufen wird, da diese nicht die Kinder des eigenen Stammes töten. Wäre das so, zählen sie zu den gerechten Heiden.
  • Die Hebammen waren Israelitinnen:
    Das könnte man denken, weil der Pharao davon ausgeht, dass es keine israelitische Frau wagen würde, sich seinem Befehl zu widersetzen. Der Pharao hatte göttlichen Status. Die sich widersetzenden Hebammen gehören dann zu jenen, die ihr Leben riskierten, um das Leben des Volkes zu retten.
  • Eine dritte Sichtweise gilt für viele Ausleger als die Wahrscheinlichste: Die Hebammen waren zum jüdischen Glauben übergetretene Frauen (Proselytinnen)
    Ist dies der Fall – wovon viele Ausleger ausgehen – dann genossen sie durch den jüdischen Glauben das Vertrauen der jüdischen Frauen und durch ihre Herkunft das des Pharao. Der Pharao konnte wohl darauf bauen, dass den Beiden ihre ethnische Zugehörigkeit (Ägypten) wichtiger war als ihre Religiöse (Israel).

Download:
Hier kannst du dir das Sheet sowie die beiden Videos für Dich oder Deine Kleingruppe herunterladen.

Jetzt teilen

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.